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PFLEGEGRAD 5 | LOFFT Theater D22, Leipzig | 12.-14.11.2018

Wie werden wir im Alter leben? Wer kümmert sich um uns? Welche Vorsorge haben wir getroffen, wenn wir krank und pflegebedürftig sind? PFLEGEGRAD 5 nimmt unseren Alterungs- und Pflegeprozess unter die Lupe und begibt sich auf eine geistige und körperliche Gratwanderung. Der Körper wird seiner Würde durch das Altern beraubt. Wir verlieren unsere Selbstkontrolle und existieren abgeschottet von der Außenwelt in einer Wohnzelle. Mit diesen unheimlichen Vorstellungen verdrängen wir den Alterungsprozess aus unserem vitalen und jungen Leben. Unsere Scham vor dem Tod überwiegt und sollte nicht kommuniziert werden. Das Performancekollektiv iOver möchte mit dieser stillschweigenden Übereinkunft brechen! Willkommen auf unserer Pflegestation! Zunächst einmal bestimmen wir Ihren Pflegegrad! Choreografie: Mandy Unger Bühne, Kostüm: Anna Maria Münzer Text, Dramaturgie: Lucian Patermann Performance & Tanz: Maria Ladopolous, Simon Peter, Theresa Rothe, Johanna Uhle, Christina Willmann

0° | Ein Kurzstück

0° | Ein Kurzstück

Innerhalb der Abschlussaufführung SIEBEN der Tanzzentrale Leipzig zeigte ich gemeinsam mit Marie Chiotti und Jana Loop das Kurstück "0°". Dabei haben wir uns ein halbes Jahr mit dem Thema Gegensätze beschäftigt. Insgesamt 17 TänzerInnen wirkten in unserem Stück auf der Bühne.

Aufführungsdaten: 5.,6. und 7.Juli 2018 Aufführungsort: Werk 2, Leipzig

--- 0° Am Nullpunkt ist alles möglich. Oben und unten, rechts oder links, warm oder kalt, flüssig oder fest – hier kreieren wir ein Stück, dass sich der Abwägung und Gradwanderung von Dualitäten widmet. Nachdem die Pole ausgehandelt sind, werden Verbindungen zwischen den Extremen eingegangen und Nuancen entdeckt. Verschiedenartige Begegnungen entstehen – sie konfrontieren uns mit Dialogen, Konflikten, Einigungen und lassen Neues entstehen. Was uns am Ende alle zusammenbringt ist eine Einheit, welche aus der Vielfalt unseres Ichs und unserer Beziehungen hervorgeht. 0° nimmt jede dieser Perspektiven ein und mündet in einem paradoxen Konstrukt aus „weder noch“.

Fotos: Kopfporträit

Freistil | diverse Orte, 2017-2018

Einblicke in Improvisationen, Freestyle- und Battle-Momente verschiedener Stile. Ich lasse der Bewegung freien Lauf ... Experimental, Zeitgenössisch, Hip Hop und House Dance // Keystyle is freestyle.

Salonpulsieren | Grüner Salon, Berlin 6.11.2016 (Performance iOver, Fotos: Andie Materiell)

Salonpulsieren | Grüner Salon, Berlin 6.11.2016 (Performance iOver, Fotos: Andie Materiell)

Im Grünen Salon haben sich verschiedene Akteure von iOver zusammengetan, um im Rahmen einer künstlerischen Revue, einigen „großen Fragen der Zeit“ auf den Grund zu gehen. Lucian Patermann schreibt über den Abend: "Salonpulsieren, das ist ein bewegliches Gebilde, frei changierend zwischen musikalischem Erzählen, Spielerischen Textvortrag, Performance und Video-Installation kommen hier Künstler*innen und Publikum im Rahmen einer künstlerischen Revue zusammen, um interdisziplinär einigen der „großen Fragen der Zeit“ auf den Grund zu gehen. Was verbindet uns, was unterscheidet uns und wann sind wir wirklich in Kontakt? Was bedeutet es, selbstbestimmt und autonom und dabei dennoch miteinander verbunden zu sein? Anknüpfend an die Berliner Salons des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, lädt die Künstler*innengruppe iOver im Rahmen von Salonpulsieren zu einer kollektiven Spurensuche ein. Zur Eröffnung der Salon-Reihe entsteht am 06. November in einer ergebnisoffenen, explorativen Bewegung ein „Gemeinschaftskörper". Hier loten Künstler*innen und Besucher*innen gemeinsam die hinreichenden Bedingungen aus, unter denen ein Kollektiv sich auf leiblicher Ebene verdinglichen kann. Das Ergebnis ist ein Showing des gegenwärtigen Arbeitsstandes und bildet zugleich die Basis für weitere Etappen der Salon-Reihe. Wir freuen uns auf gemeinsame Gedanken, differente Sichten und das Austauschen darüber."

Mit: Anna Maria Münzner, Lucian Patermann, Mandy Unger, Martin Fink, Valentin Schmehl, Anne Lippert (sinosc), Christopher Schön, David Kummer, Julia Pohl, Max Prosa, Simon A. Peter Fotos: Andie Materiell

Urbanes Tanztheater & Stäfa Dance Research 2016 | Stäfa; Alte Fabrik Rapperswil (CH), 10.12.2016

Urbanes Tanztheater & Stäfa Dance Research 2016 | Stäfa; Alte Fabrik Rapperswil (CH), 10.12.2016

Innerhalb von 10 Monaten realisierte ich mit 26 jungen TänzerInnen ein urbanes Tanztheater Projekt in Stäfa und Rapperswil. Wir begaben uns auf eine Reise des urbanen Tanzes und fanden Gemeinschaft. ON THE ROAD gilt als Vorzeige-Produktion meiner Arbeit im Rahmen des Kinder- und Jugendtanzes. Die positiven und bestärkenden Rückmeldungen des Publikums, bestärken meine Vorhaben auch weiterhin, die Initiative für solche Projekte zu ergreifen. Gemeinsam mit der Stäfa Dance Research entwickelte ich im selben Zeitraum eine Performance mit fünf Tänzerinnen, die sich den Kalligrammen des Künstlers Lucian Patermann widmete. Dabei beschäftigten wir uns mit dem Transfer von Wort in Schrift, Schrift in Tanz, Tanz in Wort. Ausgangsmaterial stellten Lucian Patermanns Kalligramme aus „Variationen einer Sprache der Zeit“ dar, die das Wort „Jetzt“ in zahlreichen Sprachen grafisch (er-)schreiben. Einen Beitrag in der ZürichseeZeitung findet ihr hier.

Variationen einer Sprache der Zeit | Video von Lucian Patermann, Leipzig 2016

In der Diplomarbeit von Lucian Patermann interpretiere ich tänzerisch die grafischen Kalligramme des Wortes "Jetzt". Es enstanden zahlreiche Videoaufnahmen, bei denen ich einen Ausdruck für die Übersetzung der grafischen Arbeit Patermanns suchte.

Kollektiv ifSenz | Tanz, Bern 2014-2016

Zwischen 2014 und 2016 agierte ich als Tänzerin und Gruppenmitglied im Tanzkollektiv ifSenz (Bern). ifSenz realisiert ortsspezifische Performances in und um Bern. ifSenz ist ein Tanz und Performance Kollektiv, welches sich zur Aufgabe macht, den urbanen und zeitgenössischen Tanz mit performativen Elementen zu verknüpfen, und an ungewohnte Orte sowie in einem weiten Spektrum von Bühnen zu transportieren. Rund um die stilistisch unterschiedlich geprägten Tänzerinnen werden in kontinuierlichen Probenphasen Stücke und Performances erarbeitet, die sich zwischen Tanz, Raumerkundung und Urbanität bewegen. Weitere Infos über Mitglieder und Projekte unter: Blog IfSenz (Fotos: Bea Eggli)

WALD | SINN | PHONIE  | Performance, Benneckenstein (Harz, DE) 2016

WALD | SINN | PHONIE | Performance, Benneckenstein (Harz, DE) 2016

Eine Expedition mit knapp 40 Künstler*Innen in den Wald. Tag und Nachtwanderungen, Installationen, Konzerte etc.. Im Rahmen des TheaterNatur-Festivals im Harz.

Im Sommer 2016 übernahm ich die choreografische Leitung für die Waldwanderung von THEATERNATUR in Benneckenstein (Harz, DE) unter der Gesamtleitung von Lucian Patermann (iOver) und Andie Welskop (Zughafen Erfurt). Ich freue mich, über die großartige Resonanz für dieses ganz besondere Erlebnis und danke allen Mitwirkenden für ihre Hingabe und das künstlerische Engagement!

Fotos: Andie Welskop

In Absentia | Video & Tanz, Stadt Zürich 2015-16

In Absentia | Video & Tanz, Stadt Zürich 2015-16

ZÜRICHS URBANE STERILITÄT: In der Installation „IN ABSENTIA“ agieren zwei Tänzerinnen in einer Architektur des Stillstands. In einer Umgebung von Modell, Konstrukt und Destruktion wird die Abwesenheit von Körpern und Bewegung befragt.

Urbane Leere – eine Bestandsaufnahme Periphere urbane Räume, welche sich durch offenkundige Leere auszeichnen, wurden choreo- und videografisch erkundet und in ihren Funktionen befragt. In der transitorischen Anwesenheit respektive Abwesenheit des menschlichen Daseins liegt die Schnittstelle dieser Orte. Äussere Stadträume, Nicht-Orte und Transitorte scheinen darauf zu warten von dynamischen Prozessen in Bezugnahme gebracht zu werden. Sie zeichnen sich durch ihr abwesendes Geistesleben respektive abwesende Körper aus. Dabei ist die Abwesenheit an jenen Orten zum Teil eine flüchtige, kurzweilige (Treppenhaus, Lift); zum Teil eine länger währende Abwesenheit, die von Abriss und Zerstörung geprägt ist (Stadion) oder aber eine neu inszenierte Abwesenheit, innerhalb moderner architektonischer Bauwerke und Plätze, zu denen die Menschen noch keine Beziehungen hergestellt haben. (Sitzlegos oder auch MFO). Zwei Tänzerinnen nutzten diese städtischen Konstrukte als Bühnenraum, vielmehr als Leinwände, deren architektonische Geradlinigkeit und Tristesse durch dynamische Bewegungsphrasen gefüllt wurden.

Mensa in Aktion | Sitespecific Performance, Mensa am Park Weimar 2013

Mensa in Aktion | Sitespecific Performance, Mensa am Park Weimar 2013

Für das Studentenwerk Thüringen gestaltete ich gemeinsam mit Lucian Patermann und iOver einen intermedialen Performancerundgang in der Mensa Weimar. Wir kreierten ein bewegtes Spektakel aus Tanz, Sound, Sprache und Video, welches von den BesucherInnen in der gesamten Mensa erfahren werden konnte.

EVERYDAY LIFE CHOREOGRAPHIES | global, 2012-heute

Porto 2012; Istanbul 2012; Erfurt 2013; Schweiz 2014; Berlin 2015; Kopenhagen 2015; New York 2017

urban movement research

Thema: Seit 2012 beschäftige ich mich mit der Transformation von urbanen Bewegungen in Tanz. An den Orten, die ich bereise, treffe ich TänzerInnen, die ihre Körper und Reflexionen auf der urbanen Bühne erzählen. Als stille Beobachterin hinter der Kamera kreiere ich eine urbane choreografische Landschaft. Die Bühne ist dabei der urbane Raum und schliesslich das Videodokument selbst, in welchen sich die TänzerInnen begegnen. Das Ziel ist die Kreation einer umfangreichen video-choreografischen Installation - jedoch, meine Sammlung der urbanen Tänzerkörper endet nicht, sondern fungiert vielmehr als ständiger Reisebegleiter.

Umsetzung: In der Serie „Everyday life choreographies“, einer Form von urbanen Tanz-Tagebüchern, entstanden im Zeitraum von fünf Jahren TänzerInnen-Porträts in verschiedenen Städten Europas. Ein Sammelsurium an Körpern, Bewegung und stiller Urbanität vereint die Tanzbilder. Dieser kurze Zusammenschnitt versucht eine erste Begegnung zwischen den Performern und Städten zu evozieren.

Personen:
Aufnahmen, Choreografisches Konzept & Bearbeitung: Mandy Unger
TänzerInnen: Ligia Vieira, Senem Oluz, Nannette Schröter, David Kummer, Theresa Rothe, Mandy Unger
Text: Nannette Schröter
Stimme: Mandy Unger
Sound Collage: Mandy Unger (mix: Mandy Unger, Abe Monk, Bauhaus)

Beispiel Istanbul: In Istanbul traf ich die Tänzerin und Choreographin Senem. Wir erarbeiteten Bewegungen anHand meiner ObservationsTexte von Istanbul. Sie zeigte drei kleine Abfolgen an drei unterschiedlichen Orten in Istanbul. Die Arbeit aus Porto setzte ich in Istanbul fort und suche nun in weiteren Städten nach bewegten Szenarien, um zu schreiben und in denen, wie ich sie nenne, meine tänzerischen Städte-Tagebücher entstehen können.

During my stay in Istanbul i met Senem. She is a turkish choreographer and dancer. We created movement sequences, based on my observations of Istanbul. She performed on 26th july, on three different places in Istanbul. I'd like to continue the work of Porto - finding everyday life choreographies of different cultures. observations short: city speed, noise goes up and down, you know the direction, follow, only forward, never backward, rush, fight against machines, if you pause/still stand you are lost, mechanic feed, hold your head, hide your head, kiss your shoulder, How to become faster? metro walk, roll, walk, walk forward, into the deep, tempo monotony, the environment moves, but not me, i am moving, but the environment does not, Perspective! poverty sitting on the wall, body is closed, feelings are dead, sitting on the wall, waiting for help, body is dead, sitting on the wall, starring into space, toughts are sad.

Beispiel Porto Die Performance ist Ergebniss einer Auseinandersetzung mit dem Thema Stadt - und Tanzchoreographien. Im Rahmen meiner Dokumentation, die sich mit urbanen Choreographien sowie der Entstehung von Tanzbewegungen auseinandersetzt, entwickelte die Tänzerin Ligia an Hand meiner gesammelten Observationsberichte drei Bewegungssequenzen. Aus dem urbanen Raum transformierte ich die Bewegungen in Sprache, welche wiederum von Ligia interpretiert wurden.

The performance of Ligia is based on an analysis of urban movement in relation to dance choreographies. Ligia developed out of my city observations in Porto three different choreographies. I transformed the urban movement into language, which were used by Ligia.

Körper im Zwischenraum | Dauer-Performance, Hauptbahnhof Weimar 2013

Diese Performance ist Teil meiner Bachelor Abschluss-Arbeit, welche im Rahmen einer dreitägigen Ausstellung im Bahnhofsgebäude Weimar stattfand. Sechs PerformerInnen (inter-)agieren mit Passanten am Bahngleis. Der Ausstellungsbereich (im Bahnhofsgebäude) fungiert als Panoptikum: Die Performance-Situation kann von den Ausstellungsbesuchern beobachtet werden. Die Passanten und Performer jedoch können die ZuschauerInnen jedoch selbst nicht sehen.

Inhalt Bachelor Abschluss Arbeit / Performance Meine Reiseroute umfasste insgesamt 12 Bahnhöfe. Von der Person, welche sich zielorientiert wie jeder andere Passant im Alltag verhält, musste ich mich entfremden und in eine Form des Zwischenkörpers übergehen. Die körperliche Erfahrung selbst erlebte ich während des Reisens als ein „Etwas“ im Zwischenraum und dieses Erlebnis konnte ich erst in diesem Mo- ment mit Körper und Geist wahrnehmen. Ich empfand das Reisen schließ- lich selbst als performativen Akt, welcher nicht wiederholbar sein würde. Die performative Handlung konstituierte eine ständige Schleife, in der ich immer wieder die Rollen einnahm: Beobachterin – Wartende – Losfahrende – Reisende – Ankommende – Beobachterin – Wartende – usw.. Die Performance soll einen Teil von diesen Empfindungen am Bahngleis aufgreifen und sichtbar machen. Sechs Perfomer werden sich über den ganzen Abend am Bahngleis tummeln, observieren und mit den Reisenden in Interaktion treten. Sie nehmen meine Rolle des „Körpers im Dazwischen“ ein.

Körper im Zwischenraum | Video & Installation, Hauptbahnhof Weimar 2013

Körper im Zwischenraum | Video & Installation, Hauptbahnhof Weimar 2013

Am 10. Juli verteidigte ich erfolgreich meine Bachelor Arbeit: Körper im Zwischenraum. Eine Ausstellung wurde in den Kulturräumen des Hbf. Weimar gezeigt und parallel dazu fand die Performance der Körper im Zwischenraum statt. Diese Arbeit wurde von dem Kreativfonds und dem Frauenförderfonds der Bauhaus-Universität Weimar mit insgesamt 1100 € unterstützt. Zudem wurde sie für den Medienkunstpreis 2013 nominiert und erhielt die Abschlussnote: 1.0 + Auszeichnung! In einer mehrteiligen Medieninstallation treten grafische, körperliche und audiovisuelle Bewegungsstudien in einen Dialog. Die Arbeit „Körper im Zwischenraum“ zeigt eine dokumentarische Reise, bei der der Transit-Ort Bahnhof mit Fokus auf den Raum und den wahrgenommenen Körpern, welche sich in ihm bewegen, untersucht wurde. In der mehrteiligen Medieninstallation treten nun (Video)Raum und der bloße Körper in einen neuen Dialog. Ein lyrischer Reisebericht ergänzt zudem die Bildebenen und führt den Betrachter mit allen Sinnen zu den Momenten des erlebten Dazwischen-Seins. Der Körper im Raum dazwischen wird inszeniert und als Abbild einer wahrgenommen Realität entsteht in dieser Arbeit eine neue Realität.

Performative Feldstudien | Performance, Weimar 2012-2013

Performative Feldstudien | Performance, Weimar 2012-2013

Experimentelles Format für Bewegungs- und Körperstudien für das "stellwerk Theater" Weimar Auf die Bühne gehen und etwas zeigen, au ühren, machen, präsentieren. Das alles kann bedeuten, etwas zu performen. Dabei ist es noch viel interessanter das Performen an einen anderen Ort zu verlegen und zu forschen. Im Sinne einer Feldstudie soll es hier, um das bewegte Erleben einer Stadt gehen und im weitesten Sinne auch um TANZ. Städtischer Raum bietet genug Spielfläche für Interventionen und wartet nur darauf erkundet zu werden. Wir werden „Beweggründe“ erforschen, um die Wahrnehmung im öffentlichen Raum neu zu erleben. Wir formulieren eine Hypothese, untersuchen Themen, stellen Fragen und dokumentieren unseren Prozess.

PROVIDURIUM in Transit | Performance, Hauptbahnhof Weimar 13.4. 2012

Lucian Patermann und ich konzipierten eine Intervention im öffentlichen Raum anlässlich des Stellwerk Jubiläums: 10 Jahre Stellwerk. Es ereignete sich dabei eine 20-minütige Simultanperformance mit 20 Akteuren und Passanten. Idee und Umsetzung: Lucian Patermann, Mandy Unger

me&mandy (and mandy again) | Performance, BU Weimar und Tanztheater Erfurt 2012

me&mandy (and mandy again) | Performance, BU Weimar und Tanztheater Erfurt 2012

Auseinandersetzung mit Erinnerung und Wirklichkeit Was ist eine Erinnerung? Sind es Fotographien, aufgenommene Filme oder gar ein Musikstück das uns Momente der Vergangenheit wiederherstellen lässt? Im Fall von Mandy geht es um die erste Tanz-Performance ihres Lebens. Dieses videodokumentierte Ereignis bedarf im Jahr 2012 einer neuen Inszenierung, bei der die Melodie der Panflöte eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen wird.

Performance-Video und Live Performance: Mandy Unger und Caroline Frisch Solo-Reenactment zu: Panflötentanz von Mandy Unger 1991
Sound-Installation: Phillip Wartenberg

Der Tunnelmoment | Performance, Istanbul 2012

Der Tunnelmoment | Performance, Istanbul 2012

Einen Tunnel zu passieren kann zu einem einzigartigen Erlebnis werden. In Istanbul begegnete mir eine Frau in diesem Tunnel. Sie sprach zu mir auf türkisch, nahm meinen Arm und küsste ihn zweimal. Völlig berauscht von der Umgebung und diesem Erlebnis verlies ich den Tunnel. Verringert man seine Laufgeschwindigkeit um 50 Prozent nimmt man diese kleine Dimension, in der sich alles tausendfach bewegt, mit ihren Shops, Passanten, Plastiktieren und Geräuschen sehr viel intensiver wahr. Diesen Versuch habe ich unternommen. To pass a tunnel could be a special experience. In Istanbul a woman faced me in the tunnel. She talked to me in turkish, took my arm and kissed it two times. Completly mashed of the environment and this moment i left the tunnel. If you do a slow walk through this small dimension of shops, noice, passengers and animals of plastic you could feel the real atmosphere around you. Performance: Mandy Unger

Augenblick | Video, marke.6 Galerie Weimar 2012

Augenblick | Video, marke.6 Galerie Weimar 2012

Ein Wimpernschalg in 12 Minuten (Dauerschleife).
Ausstellung: Melancholie - Form folgt Gefühl, marke.6 Weimar

Ein Moment Ich schließe die Augen, ich öffne sie. Manchmal möchte ich sie gar nicht mehr öffnen. Alles fällt mir schwer, ich kann diesen Zustand nicht verstehen, was er mit mir macht. Manchmal denke ich über einen einzigen Lidschlag nach. Ich möchte ihn anhalten, um über vieles nachdenken zu können. Während ich das schreibe, habe ich es schon wieder hundert mal getan.

Zeit Ein Mensch blinzelt alle 4 bis 6 Sekunden pro Minute. Ein unbemerktes, schnelles Auf und Ab der Augenlider, ein Phänomen, welches kaum bewusst wahrgenommen wird. Vielleicht passiert es, dass uns durch einen Lidschlag doch etwas entgeht, wir etwas nicht sehen können oder verpassen.

Providurium | Tanz- und Bewegungstheater, stellwerk Theater Weimar 2012

Produktion: stellwerk Weimar Spielzeit 2011/12

Choreographie: Mandy Unger
Regie: Lucian Patermann

Das Providurium – die verstetigte Baustelle – ist ein Zustand der uns in vielfältiger Form umgibt, so wie das Wort Baustelle zur Metapher für alles das dienen kann: was uns in Bewegung hält. Alles das an dem wir arbeiten und das wir, in seiner Herausforderung, zu lösen noch nicht imstande sind. Diesen Bewegungen haben sieben Akteure aus Erfurt, Weimar und Jena ihre Aufmerksamkeit gewidmet und haben sie zunächst als stille Beobachter begleitet und protokolliert. Aus den scheinbar banalen Choreografien des Alltags ist ein Stück entstanden das zwischen Bewegungs- und Tanztheater korrespondiert. Ob durch haptische Materialien, Sprache, Klang oder den Körper, es wurden Orte erkundet, analysiert und interpretiert. Das Fertige stand auf dem Prüfstand. Die Baustelle, ob im konkreten oder im übertragenden Sinne, wurde zur Denkfigur einer Gegenwart, wie sie auf den Straßen und in den öffentlichen Räumen Mittelthüringens zu finden ist.

Begleitet werden die Performer von einem drei-köpfigen Team aus Sprach- und Soundarrangeuren. Den Raum um sie bildet eine Bühneninstallation welche aus den Bewegungen selbst eine Klanglandschaft entwickelt und uns so durch verschiedene (Klang-) Räume führt.

Panopticon | Videoinstallation, Weimar 2011/2012

Panopticon | Videoinstallation, Weimar 2011/2012

Monitore und Dauerschleifen: Muster und Funktionsweisen steuern unser Leben, befinden wir uns womöglich in einer Dauerschleife? Readymade-ähnliche Videosequenzen thematisieren den Modus des "Ständig-bewegt-Seins".

Das Panopticon (Jeremy Bentham,18.Jhd.) gilt als eine mögliche Form der Überwachung. Das Prinzip ähnelt dem der Überwachungskamera, wie wir sie heute kennen. Dabei besitzt der Überwacher die Macht, alles zu sehen, er jedoch selbst kann von den Überwachten nicht gesehen werden. Es wird angestrebt, dass die Überwachten sich demzufolge bewusst regelkonform verhalten. Das Individuum diszipliniert sich sozusagen selbst (Michelle Focault," Panoptismus"). Unabhängig von einer Überwachung und über einen längeren Zeitraum gesehen, führt dies zu einer Art von Mechanisierung oder auch Musterverhalten. Es bedeutet für mich im Hinblick auf meine Beobachtungen im Stadtalltag, dass die Autos rollen, es sind immer andere Autos, dennoch rollen sie immer vorwärts, nie zurück. Auch die Druckmaschinen drucken nicht ein und dieselbe Zeitung, aber in der Funktionsweise verändern sie sich nicht. Eine Art Programmierung steuert unser Leben, befinden wir uns wohlmöglich in einer Dauerschleife?

PerformanceRoomsArt | Weimar 2010-heute

Das Performanckollektiv PRA wurde 2010 in Weimar von Mandy Unger gegründet und schafft seither Verknüpfungen zwischen vielfältigen Genres, Orten und Menschen.

"Mit PRA wollte ich ein Performancekollektiv schaffen, dass sich immer wieder in neuen Umgebungen Spiel - und Aktionsraum sucht. Seitdem treffen sich zwischen 10 bis 15 Performer, Tänzer, Theaterspieler, Medienkünstler und Musiker immer wieder auf den unterschiedlichsten öffentlichen Bühnen und lassen neue Bewegungs - als auch Begegnungsräume entstehen."